Größe und Szene schließen sich nicht aus
Seit 2010 verfolgt das Docklands Festival konsequent einen Ansatz, den viele propagieren, aber nur wenige wirklich leben: Vielfalt ohne Anbiederung. Elektronische Musik wird hier nicht auf kurzfristige Trends reduziert, sondern in ihrer ganzen Bandbreite präsentiert – vom rohen Underground bis zu Acts, die längst größere Bühnen kennen, ohne sich verbiegen zu müssen.
Gespielt wird rund um das Hawerkampgelände und den Stadthafen 2. Fünf Open-Air-Bühnen, L-Acoustics-Sound, Aftershows und Food-Stände sorgen für Festivalgröße – ohne Distanz. Statt meterhoher Gräben setzt das Docklands bewusst auf Nähe und ein clubähnliches Gefühl im Festivalmaßstab.
Die Mainstage liefert Druck und visuelle Wucht, während die Canal Stage by Kanello mit Wasserlage und House-Tunes einen bewussten Kontrast setzt. Ergänzt wird das Gelände durch weitere kuratierte Areas wie Rail Stage, Kamp Stage und den Backyard – letzterer gibt lokalen Perspektiven Raum, statt sie an den Rand zu drängen.
Docklands Festival 2026 zeigt einmal mehr: Größe ist kein Widerspruch zur Szene – wenn Haltung, Kuratierung und Community stimmen.